Nachfolgend eine Zusammenstellung von Links zu Seiten, deren Protagonisten es meiner Meinung nach verdienen entdeckt, wiederentdeckt oder vor dem Vergessen bewahrt zu werden & die für mich immer auch Anregung waren & sind oder vielleicht sein werden.




  • Alice's Abenteuer im Wunderland, [Vollständige Online-Version] – 1980 war Lewis Carrolls alias Charles Lutwidge Dodgsons [1832–98] Meisterwerk des Absurden Thema eines semester- & klassenübergreifenden Hochschul-Projekts, an dem ich mich gerne beteiligt hatte.


  • Bauhaus-ArchivDie Verbindung zwischen angewandter & freier Kunst, die Versöhnung von Kunst, Wissenschaft & Handwerk: Ein großes avantgardistisches Experiment, von den braunen Horden vereitelt. Die gut gestalteten Seiten bieten interessante Informationen sowie reichlich Bildmaterial.


  • Hans Bellmer[1902–75] Kaum ein Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich diesem Genre verweigert, aber keiner steht so für die erotische Kunst wie der in Kattowitz geborene Zeichner. Virtuos, erfindungsreich und voller Poesie schuf er ein auch von den Surrealisten bewundertes grafisches & plastisches Werk.


  • Julius Bissier[1893–1965] Als Wegbereiter der informellen Malerei schuf er ein anmutiges Werk aus Miniaturen, das mich besonders durch seine Einfachheit beeindruckte.


  • Heinz Edelmann [Interview Transcript in englisch] – [1934] Innovativer Plakatgrafiker [»WDR«], Buchgestalter [»Der Herr der Ringe«], Zeitschriftenillustrator [»twen«], Kinderbuch-Illustrator, Art Director in der Werbung, Trickfilm-Entwerfer [»Yellow Submarine«] und Lehrer [u.a. in Düsseldorf & Köln]. Seine Illustrationen waren Stilbildend... & heute scheint er fast vergessen.


  • Max Ernst Museum in Brühl/bei Köln – [1891–1976] Bedeutendster deutscher Künstler des 20. Jahrhunderts & Mitglied der Gruppe der Pariser Surrealisten. Seine ungeliebte Heimatstadt widmete dem erfindenden Künstler im Jahr 2006 ein kleines Museum.


  • Glen Gould Homepage & bei YouTube [Goldberg Variatrionen] – [1932–82] Die Nase fast auf der Klaviertastatur, schwärmisch mitsummend sein Spiel begleitend: das ist das Bild das sich nicht nur mir von diesem kanadischen Ausnahmepianisten eingeprägt hat. Seine Bach-Interpretationen gehören zum wunderbarsten, was je auf CD gebrannt wurde, hier im Besonderen seine Einspielungen der »Goldberg Variationen« von 1954 & – eigens für die damals noch junge CD – 1980.
 
  • Horst Janssen Museum Oldenburg – [1929–95] Fettleibiger, kränkelnder künstlerischer Einzelgänger & Säufer, Illustrator [u.a. T. Mann, F. J. Degenhardt], begnadeter [Selbst-]Porträtist, dessen Behauptung, dass »Rembrandt auch nicht besser gewesen« sei, man nur schwer widersprechen kann.


  • Alfred Kubin & sein Roman Die andere Seite[1877–1959] Im Jahre 1909 erschien der einzige & einzigartige Roman des böhmischen Grafikers, von ihm selbst kongenial illustriert. Eine düstere Traumvision mit einem apokalyptischen Finale.


  • Gabriel José García Márquez[1927] 1982 wurde er für seine phantastische Familienchronik »Hundert Jahre Einsamkeit« mit den höchsten literarischen Lorbeeren, dem Literaturnobelpreis, ausgezeichnet. Schon viele male gelesen ist es eines der wenigen Bücher, die ich gerne einmal illustrieren würde.


  • The Saul Steinberg Foundation – [1924–1999] Ihn einen »Cartoonisten« zu nennen, würde es nur begrenzt treffen. Ein virtuoser Wanderer zwischen angewandter & freier Kunst. Er lieferte mir die Grundidee für meine Serie HYPNAGOGIA.


  • Roland Topor Homepage [italienisch] – [1938–97] Sein Humor war pechschwarz wie seine Tuschzeichnungen, seine Bildideen surreal & abstrus, er selbst ein sehr vielseitiger & streitbarer Künstler, der auch als Bühnenbildner, Theater- & Drehbuchautor tätig war. Unvergessen auch seine Autobiografie: »Memoiren eines alten Arschlochs«.


  • Woldemar Winkler2001 im Alter von 102 Jahren verstorbener Künstler aus Dresden, den es noch zu entdecken gilt. Er hinterließ ein sehr umfangreiches poetisches zwei- & dreidimensionales Werk.

Zum Schluss zwei »Entdeckungen« auf der diesjährigen [2008] ART COLOGNE:

  • Eckart Hahn – Ich fühlte mich an die mit fotorealistischer Akribie gemalten Arbeiten Philip Roys erinnert bei den großformatigen Bildern des Reutlinger Künstlers.


  • Joseph Hart [1976] zwischen zuviel Beliebigem & Belanglosem findet sich bei dem Amerikaner gebrochen lyrisches im Umfeld von Figuration & Abstraktion. Sehenswert!
zurück zur letzten Seite